Die Universitätsstadt Ulm an der Donau geht auf die Königspfalz Hulma aus dem 9. Jahrhundert zurück, von der aber nur wenige Reste erhalten sind. Um die Pfalz herum siedelten sich Handwerker und ein Markt an. Die daraus entstehende Stadt wurde bis Mitte des 13. Jahrhunderts befestigt. 1376 wurde unter Ulmer Führung der Schwäbische Städtebund gegründet, ein Jahr später begann der Bau des Ulmer Münsters. 1397 wurde mit dem Großen Schwörbrief die erste Verfassung einer deutschen Stadt in Kraft gesetzt. Ihren Höhepunkt erreichte die Stadtentwicklung um das Jahr 1500, als die Stadt ein wichtiger Handelsplatz war. Die Verlagerung wichtiger Handelsrouten, Kriege und Seuchen sorgten danach jedoch für einen steten Niedergang, der 1770 im Bankrott der Stadt endete. 1810 wurde die Stadt geteilt: Ulm auf dem linken Donauufer wurde württembergisch, die Siedlungen auf dem rechten Ufer blieben als Neu-Ulm bei Bayern. |